A wie Anton, B wie Berta, C wie Cäsar, so habe ich in meiner Ausbildung die “offizielle Buchstabiertafel für die Bundesrepublik Deutschland gemäß DIN 5009” gelernt. Doch das ist Geschichte. Seit dem 13. Mai 2022 existiert eine neue offizielle Variante der Buchstabiertafel, herausgegeben vom Deutschen Institut für Normung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits sind die Vornamen, die Vorzugsweise in der bisherigen Version verwendet wurden, zum größten Teil veraltet oder haben eine negative Konnotation, wie z.B. “X wie Xanthippe”. Auch schien die Verteilung von 16 Männernamen zu 8 Frauennamen nicht mehr den modernen Ansprüchen zu genügen. 

Ein weiterer wichtiger Grund für die Neugestaltung liegt in der Entstehungsgeschichte der bisherigen Buchstabiertafel. Sie geht auf die NS-Zeit zurück, als aus der bis dahin gültigen Buchstabiertafel alle jüdisch klingenden Personennamen ersetzt wurden: Aus “N wie Nathan” wurde “N wie Nordpol”, aus “S wie Samuel” wurde “S wie Siegfried”, und aus “Z wie Zacharias” wurde “Z wie Zeppelin”. 

Um dieses historische Thema zu umgehen, wurden in der neuen Fassung Städtenamen verwendet. Diese seien schnell zu lernen, weniger der Mode unterworfen und hätten einen identifizierenden Bezug zu den verschiedenen Regionen Deutschlands.

 (Quelle: https://www.din.de/de/din-und-seine-partner/presse/mitteilungen/von-aachen-bis-zwickau-867074)

 Und damit präsentiere ich euch nun die neue gültige Fassung der deutschen Buchstabiertafel:

A

Aachen

Ä

Aachen Umlaut

B

Berlin

C

Chemnitz

Ch

Chemnitz Hamburg

D

Düsseldorf

E

Essen

F

Frankfurt

G

Goslar

H

Hamburg

I

Ingelheim

J

Jena

K

Köln

L

Leipzig

M

München

N

Nürnberg

O

Offenbach

Ö

Offenbach Umlaut

P

Potsdam

Q

Quickborn

Qu

Quickborn Unna

R

Rostock

S

Salzwedel

Sch

Salzwedel Chemnitz Hamburg

Eszett

T

Tübingen

U

Unna

Ü

Umlaut Unna

V

Völklingen

W

Wuppertal

X

Xanten

Y

Ypsilon

  Z 

Zwickau 

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