Ich habe vor Kurzem ein Schreiben einer Behörde erhalten, für das ich erst einmal eine paar Minuten brauchte, um es zu verstehen. Für mich ist das heute ein Grund, mich mal mit dem Begriff “Leichte Sprache” zu beschäftigen. Unter diesem Schlagwort sollen besonders staatliche Institutionen auf ihren Internetauftritten dafür sorgen, dass die Informationen auch für Menschen mit einer Leseschwäche verständlich sind. Zu den Kriterien für leichte Sprache gehören unter Anderem die Vermeidung von Fremdwörtern kurze Wörter und Sätze, sowie die Verwendung von möglichst viele Verben.
Was im Internet schon erstaunlich gut funktioniert, klappt offline leider bis heute (siehe oben) nur sehr unzureichend. Viele Anträge und Bescheide sind weiterhin in einem Kauderwelsch ausgedrückt, das einem sprichwörtlich die Sprache verschlägt. Gerade hier sollte es doch aber möglich und erforderlich sein, dass Alle sofort verstehen, was sie gerade ausfüllen.
Ich habe mal meine 10 Favoriten zum Thema Beamtendeutsch zusammengefasst und bin mal gespannt, ob ihr erkennt was damit eigentlich gemeint ist:
1. Spontane Begleitvegetation
2. nicht lebende Einfriedung
3. bedarfsgesteuerte Fußgängerfurt
4. Einachsiger Dreiseitenkipper
5. Fernmündliche Abklärung noch offen stehender Fragen
6. Personenvereinzelungsanlage
7. Betriebsmittelaufnahme
8. Raufutter verzehrende Großvieheinheit
9. Lebensberechtigungsbescheinigung
10. Grundstücksentwässerungsanlage
Habt ihr alles verstanden? Wenn ja, steht euch einer Karriere als Beamte wohl nichts mehr im Weg oder ihr wisst, wie man eine bekannte Suchmaschine bedient.
Lösung:
1. Unkraut
2. Zaun
3. Fußgängerampel
4. Schubkarre
5. Telefonat
6. Drehkreuz
7. Tankvorgang
8. Rind
9. Familienstammbuch
10. Regenrinne